Am Ende vom Horizont

Langsam versank die Sonne hinter dem Horizont. Bedächtig erhob sich Lene und ging hinunter zum Meer. Eine Weile stand Lene unbewegt dort, den Blick wie seit Stunden in die Ferne gerichtet. Plötzlich schien etwas ihren Körper zu durchfahren. „Ich habe dich schon viel zu lange warten lassen, Richard!“

Lola Victoria Abco erzählt in den acht Novellen von Menschen, die sich an einem Scheidepunkt in ihrem Leben befinden: Luise hatte heimlich begonnen Kontaktanzeigen zu lesen. Auf der Fahrt zu ihrem ersten Treffen mit Norbert lässt sie ihr Leben Revue passieren, ihre Ehe mit Manfred, mit dem sie wie zwei Fremde im selben Haus wohnt. Sie überlegt, was mit ihrem Leben geschehen würde, wie ihre erwachsenen Kinder reagieren, wenn sie sich auf den Wildfremden einlassen würde. An ihrem Treffpunkt angekommen, wird Luise den entscheidenden Schritt wagen und sich zu erkennen geben?
„Ich gehe zum … warte dort auf dich.“ Lene hatte die letzten Worte ihres Mannes nicht richtig verstanden. Seit drei Jahren verbringt sie seitdem die letzten beiden Juliwochen allein am Meer. Jeden Nachmittag sitzt sie am Strand, starrt auf das Wasser und fragt sich: „Wartest du auf mich, Richard?“
Der Cafébesitzer hat oft von der Frau auf Caspar David Friedrichs Gemälde „Frau vor der untergehenden Sonne“ geträumt. Eines Tages nimmt ein junges Mädchen deren Gestalt an und zieht den Cafébesitzer magisch in ihren Bann.

In ihren Novellen zeichnet Lola Victoria Abco Bilder von Menschen, die uns nicht fremd zu sein scheinen. Sie beschwört Situationen herauf, die wir selbst erlebt haben und manch eine, die wir nur zu gern selbst erlebt hätten. „Am Ende vom Horizont“ verzaubert, berührt und amüsiert.

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Am Ende vom Horizont
Lola Victoria Abco
Novellen, pirat-verlag, 2011/2016
ISBN 978-3938237069, Paperback, 114 Seiten,
Kindle Edition, ASIN B0056B0ZI0

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